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<title>Partikelverb</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Partikelverb</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Partikelverb</b> (auch: <b>trennbares Verb</b> oder <b>Präverbgefüge;</b> nach der englischen Bezeichnung <i>phrasal verb</i> auch <b>phrasales Verb</b><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) wird in der <a href="Grammatik" title="Grammatik">Grammatik</a> ein Typ von zusammengesetztem Verb bezeichnet, wie zum Beispiel im Deutschen „vorgehen“, gebildet aus <i>vor</i> + <i>gehen</i>. Definierend für den Begriff Partikelverb ist vor allem, dass es sich um sogenannte <i>trennbare Verben</i> handelt. Partikelverben wirken zwar in vieler Hinsicht wie ein einziges Wort, trotzdem erscheinen sie im Deutschen als zwei getrennte Wörter, wenn das finite Verb im Hauptsatz <a href="V2-Stellung" title="V2-Stellung">in der Erst- oder Zweitposition steht</a>. Beispiel: <i>vorgehen</i> → „Er <i>geht</i> entschlossen dagegen <i>vor</i>.“
</p><p>Partikelverben unterscheiden sich hierdurch von <i>Präfixverben</i> wie z.&nbsp;B. „ergehen“, wo der Wortteil <i>er-</i> nicht abtrennbar ist, vgl.:&nbsp;??„Es <i>geht</i> ihm <i>er</i> wie allen anderen“. (In einer traditionell verbreiteten Redeweise werden unter <i>Präfix</i> in einem weiten Sinn Partikeln mit eingeschlossen; in neuerer Literatur werden hingegen die Begriffe <a href="Pr%C3%A4fix" title="Präfix">Präfix</a> und <i>(Verbal-)Partikel</i> eher als Gegenteile behandelt, so auch in diesem Artikel. In diesem engeren Sinn sind Präfixe also nie abtrennbar.) Fragen der Abgrenzung zwischen den beiden Typen werden im Artikel <a href="Pr%C3%A4fix-_und_Partikelverben_im_Deutschen" title="Präfix- und Partikelverben im Deutschen">Präfix- und Partikelverben im Deutschen</a> genauer behandelt.
</p><p>Der in der Bezeichnung enthaltene Begriff der „verbalen Partikel / Verb(al)partikel“ ist ein anderer Begriff als die <a href="Partikel_(Grammatik)" class="mw-redirect" title="Partikel (Grammatik)">Partikel im Sinne einer Wortart</a>. Im Fall der deutschen Partikelverben werden auch Wortteile in einem komplexen Verb als „Verbalpartikeln“ gezählt, die für sich genommen eindeutig Adjektiven oder Substantiven gleichen, neben den typischen Fällen wie bei <i>vorgehen</i>, wo sie einer Präposition gleichen. Definierend für den Begriff des Partikelverbs ist also nicht der übliche Begriff der Partikel, sondern der besondere Typ des Wortaufbaus und des grammatischen Verhaltens. Daher werden statt „Partikel“ teils auch andere Bezeichnungen benutzt, z.&nbsp;B. <i><a href="Pr%C3%A4verb" title="Präverb">Präverb</a></i> oder <i>Verbzusatz.</i>
</p><p>Die Trennbarkeit ist ein Phänomen, das die Partikelverben zu einem Grenzfall zwischen Wort- und Satzgrammatik macht (zwischen <a href="Morphologie_(Linguistik)" title="Morphologie (Linguistik)">Morphologie</a> und <a href="Syntax" title="Syntax">Syntax</a>).
</p><p>Partikelverben sind in der gesamten Gruppe der <a href="Germanische_Sprachen" title="Germanische Sprachen">germanischen Sprachen</a> anzutreffen, ihre grammatischen Eigenschaften unterscheiden sich aber in einigen Hinsichten.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzung">Abgrenzung</h2></div>
<p>Zum Begriff des Partikelverbs bzw. der Verbalpartikel existieren engere und weitere Definitionen. Die Definition, die in sprachvergleichender Sicht gegeben wird, ist enger als die fürs Deutsche übliche; sie erfasst aber die Fälle, die auch im Deutschen als die typischsten erscheinen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Engerer_Begriff_des_Partikelverbs">Engerer Begriff des Partikelverbs</h3></div>
<p>Eine eng gefasste Definition, die sprachübergreifend gelten soll, charakterisiert Partikelverben als „Kombinationen von Verben mit präpositions-artigen Elementen“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies erfasst z.&nbsp;B. die englischen Fälle <i>put on, put up, put out, put in</i> und deckt sich mit der Angabe, dass es im Deutschen eine Gruppe von „präpositionalen Verbpartikeln“ gibt, etwa <i>an- / auf- / aus- / ein-setzen</i> und andere.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verbpartikeln verbinden sich als Einzelelement mit dem Verb; was als Ergänzung der jeweiligen Präposition erwartet würde, kann sich dann als Objekt des abgeleiteten Verbs im Satz finden, kann aber auch wegfallen (siehe den Abschnitt <a href="#Partikeln_und_Verbergänzungen">#Partikeln und Verbergänzungen</a>).
</p><p>Die Partikeln verhalten sich hierbei anders als <a href="Pr%C3%A4fix" title="Präfix">Präfixe</a>, da sie zumindest in manchen Konstruktionen syntaktisch vom Verb getrennt werden können. Von der deutschen Rechtschreibung werden jedoch Präfixverben und Partikelverben in Kontaktstellung gleich behandelt, etwa: <i>verstehen</i> und <i>aufstehen</i> (nur <i>aufstehen</i> ist aber trennbar: „Er stand auf“). Diese Rechtschreibregel sorgt für Mehrdeutigkeiten, da manche äußerlich gleichen Elemente in beiden Funktionen möglich sind: „<b>um</b>fahren“ (Partikel „um“) gegenüber „um<b>fahr</b>en“ (Präfix „um-“). – Im Englischen besteht keine Verwechslungsmöglichkeit mit Präfixen, da Partikeln nach dem Verb folgen: Ein Partikelverb ist <i>stand up</i>, eine Präfigierung <i>understand.</i>
</p><p>Definierend ist aber nicht nur die Trennbarkeit, sondern ebenso, dass Partikeln mit dem Verb in anderen Hinsichten ein einziges Wort bilden:
</p>
<ul><li>Sie ziehen die Betonung des Gesamtprädikats an sich: „<b>an</b>kommen“ gegenüber „be<b>komm</b>en“.</li>
<li>Partikeln können stets in <a href="Derivation_(Linguistik)" title="Derivation (Linguistik)">Wortableitungen</a> des Verbs eingehen. Deutsch: „umleiten“ – „Umleitung“, „annehmen“ – „Annahme“; Englisch (mit Schwierigkeiten): „pass by“ – „passer-by“, „take out“ – „taker-outer“ (sic).<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Sie bilden, ebenso wie Präfixe, oft eine Bedeutungseinheit mit dem Verbstamm. Die Gesamtbedeutung lässt sich manchmal nicht aus den Teilen herleiten; hierdurch erscheint ein Partikelverb zwar als Verbindung mehrerer Wörter im Sinne der Syntax, aber als ein einziges Wort im Sinne der Wortbedeutung: „aufgeben“ (im Sinne von „kapitulieren“ anstatt „geben“), „beibringen“ (im Sinne von „lehren“ anstatt „herbeitragen“).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_weiter_gefasste_Begriff_in_der_deutschen_Grammatik">Der weiter gefasste Begriff in der deutschen Grammatik</h3></div>
<p>In der deutschsprachigen Grammatikliteratur wird eine verbale Partikel oft definiert als ein Wortbildungselement bei Verben, das abtrennbar ist<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie anderweitig auch als eigenständiges Wort vorkommt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Verbpartikeln können damit verschiedenen Wortkategorien angehören. Folgende Typen werden ausdrücklich unterschieden:<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Präpositionale Verbpartikeln: z.&nbsp;B. <i>an, auf, aus, bei, ein, ...</i></li>
<li>Adverbielle Verbpartikeln: z.&nbsp;B. <i>da, her, hin, los, weg...</i> Viele sind auch mehrsilbig: <i>darauf, dabei, hinunter, vorbei, zurück, zusammen...</i></li>
<li>Adjektivische Verbpartikeln: z.&nbsp;B. <i>fest, gerade, gut, kurz, ...</i></li>
<li>Substantivische Verbpartikeln: z.&nbsp;B. <i>kopf(-stehen), rad(-fahren), stand(-halten), teil(-haben),...</i></li>
<li>Bildungen mit verbalem Erstglied werden teilweise auch hinzugerechnet:<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>kennenlernen, stehenbleiben...</i></li></ul>
<p>Diese Klassen haben unterschiedliche Eigenschaften:
</p>
<ul><li>Die Bildungen mit präpositionalen und adverbiellen Partikeln sind sehr regelmäßig und produktiv, sie stellen die zahlenmäßig bedeutendsten Typen dar.</li>
<li>Adjektivische Verbpartikeln sind teilweise Einzelfälle, die durch <a href="Zusammenr%C3%BCckung" title="Zusammenrückung">Zusammenrückung</a> einer syntaktischen Verbindung erklärbar sind („krankfeiern, leichtfallen“), teilweise entsprechen sie Konstruktionen mit resultativem Adjektiv (siehe <a href="Pr%C3%A4dikativum#Resultative_Prädikativa" title="Prädikativum">Prädikativum #Resultative Prädikativa</a>), die als ein Wort aufgefasst wurden. Letzteres scheint regelmäßig möglich („den Teller leer essen / leeressen“).<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Substantivische Verbpartikeln bilden eine kleinere und uneinheitliche Klasse. Die obigen Beispiele zeigen Bildungen, die im heutigen Deutsch problemlos trennbare Verben bilden und sich so in die Partikelverben einreihen; auch sie sind überwiegend Zusammenrückungen.</li></ul>
<p>In manchen anderen Fällen sind Bildungen, die genauso aussehen wie substantivische Partikeln, nicht trennbar, oft auch in ungetrennter Form nur eingeschränkt verwendbar. Solche Fälle werden vor allem als <a href="R%C3%BCckbildung_(Linguistik)" title="Rückbildung (Linguistik)">Rückbildungen</a> von zusammengesetzten Substantiven erklärt, zum Beispiel: „zwangsversteigern“ aus dem Kompositum <i>Zwang-s + Versteigerung</i> durch Rückbildung der Substantivierung <i>-ung</i> im zweiten Teil, nicht bildbar auf Basis des Verbs „versteigern“. Diese Fälle sind also keine Partikelverben.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Siehe hierzu im Artikel <a href="Pr%C3%A4fix-_und_Partikelverben_im_Deutschen#Sonderfälle_bei_der_Verb-Voranstellung" title="Präfix- und Partikelverben im Deutschen">Präfix- und Partikelverben im Deutschen #Sonderfälle bei der Verb-Voranstellung</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Syntax_der_Partikelverben_im_Deutschen">Syntax der Partikelverben im Deutschen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Trennung_im_Satz">Trennung im Satz</h3></div>
<p>Die Abtrennbarkeit von Partikeln bezieht sich größtenteils darauf, dass im <a href="V2-Stellung" title="V2-Stellung">Verbzweit- und Verberst-Satz</a> das finite Verb ohne seine Partikel in die <a href="Feldermodell_des_deutschen_Satzes" title="Feldermodell des deutschen Satzes">linke Satzklammer</a> gestellt wird. Dies ist als Voranstellung des finiten Verbs und Zurücklassung der Partikel zu beschreiben (nicht als Verschiebung der Partikel ans Satzende; siehe die Diskussion unter <a href="Pr%C3%A4dikat_(Grammatik)#Mehrteilige_Prädikate_aus_mehreren_Verben" title="Prädikat (Grammatik)">Prädikat (Grammatik) #Mehrteilige Prädikate aus mehreren Verben</a>).
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left:1em; padding:1em; text-align: left" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer
</th></tr>
<tr>
<td>Wie rücksichtslos</td>
<td>--</td>
<td>er</td>
<td><i>vorgeht!</i></td>
<td>(Verb-End-Satz, Exklamativsatz)
</td></tr>
<tr>
<td>Er</td>
<td><i>geht<sub>1</sub></i></td>
<td>rücksichtslos</td>
<td><i>vor</i> --<sub>1</sub></td>
<td>(Verb-Zweit-Satz, Aussagesatz)
</td></tr></tbody></table>
<p>Eine selbständige Versetzung der Partikel findet sich vereinzelt aber auch. Manchmal ist es möglich, eine Partikel ins Vorfeld des Aussagesatzes zu stellen:<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left:1em; padding:1em; text-align: left" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer
</th></tr>
<tr>
<td></td>
<td>...dass</td>
<td>es schon in dieser Woche</td>
<td><i>losging</i></td>
<td>(Verb-End-Satz)
</td></tr>
<tr>
<td>Es</td>
<td><i>ging<sub>1</sub></i></td>
<td>schon in dieser Woche</td>
<td><i>los</i> --<sub>1</sub></td>
<td>(Verb-Zweit-Satz)
</td></tr>
<tr>
<td>Los<sub>2</sub></td>
<td><i>ging<sub>1</sub></i></td>
<td>es schon in dieser Woche</td>
<td>--<sub>2</sub> --<sub>1</sub></td>
<td>(alternativer Verb-Zweit-Satz)
</td></tr>
<tr>
<td>Los<sub>2</sub></td>
<td><i>ist<sub>1</sub></i></td>
<td>es schon da</td>
<td>--<sub>2</sub> gegangen --<sub>1</sub></td>
<td>(nur Partikel bewegt)
</td></tr></tbody></table>
<p>Bei Vorfeldstellung eines infiniten Partikelverbs kann nicht getrennt werden, z.&nbsp;B. nicht: *„<i>Wickeln</i> wird er es nicht <i>ein,</i>“ sondern nur „<i>Einwickeln</i> wird er es nicht.“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am Satzende die Partikel vom Verb zu trennen, ist nur sehr marginal möglich. Solche Beispiele sind im Standarddeutschen allenfalls aus dichterischer Sprache belegt, zusätzlich aber auch aus Dialekten:<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>„ Heut im Traum sah ich sie wieder / Und von allen Bergen ging / Solches Grüßen zu mir nieder / Daß ich <b>an</b> zu weinen <b>fing</b>.“ (<a href="Joseph_von_Eichendorff" title="Joseph von Eichendorff">Joseph von Eichendorff</a>)</li>
<li>„Ham sa groud <b>aa</b> mit assn <b>gfanga</b>?“ (<a href="Itzgr%C3%BCndisch" title="Itzgründisch">Itzgründisch</a>, Sonneberg/Thüringen: „Haben sie gerade <b>an</b> mit essen <b>gefangen</b>?“)</li></ul>
<p>Im <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländischen</a> sind ähnliche Konstruktionen regelmäßig möglich, siehe unten im Abschnitt <a href="#Richtungsparameter">#Richtungsparameter</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Partikeln_und_Verbergänzungen"><span id="Partikeln_und_Verberg.C3.A4nzungen"></span>Partikeln und Verbergänzungen</h3></div>
<p>Verbale Partikeln verhalten sich oft wie ein intransitiver Gebrauch der entsprechenden Präposition (dann oft auch <a href="Adverb#Adverb_und_Präposition" title="Adverb">als Adverb bezeichnet</a>), z.&nbsp;B. ist in den deutschen Bildungen
</p>
<ul><li>„an+rufen“</li>
<li>„(den Brief) ab+schicken“</li>
<li>„(den Hut) auf+setzen“</li></ul>
<p>sinngemäß noch erschließbar, dass man sich „an jemanden wendet“, einen Brief „von irgendwo ab schickt“ oder den Hut „auf etwas (den Kopf) setzt“, jedoch sind solche Ergänzungen syntaktisch nicht mehr notwendig, anders als beim eigenständigen Gebrauch dieser Präpositionen im Satz.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einige Verbalpartikeln sind auch völlig neutral bezüglich der Objekte des Verbs, d.&nbsp;h. (in)transitive Verben bleiben (in)transitiv:<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Aktionsart (Beginn bzw. vollständiger Abschluss): „laufen“ (intr.) – „<b>los</b>laufen“ (intr.); „essen“ (tr./intr.) – „<b>auf</b>essen“ (tr./intr.)</li>
<li>Komitativ: „ein Bier trinken“ – „ein Bier <b>mit</b>trinken“</li></ul>
<p>Im Zusammenspiel mit den Verbergänzungen ist es eine charakteristische Erscheinung, dass eine <a href="Pr%C3%A4position" title="Präposition">Präposition</a> durch eine Partikel am Verb gedoppelt wird:
</p>
<ul><li>„<b>aus</b> der Kirche <b>aus</b>treten“</li>
<li>„<b>in</b> den Hafen <b>ein</b>fahren“</li></ul>
<p>Präfixbildungen (mit <i>be-, durch-</i> etc.) funktionieren häufiger so, dass sie eine Präposition ersetzen (so dass das Verb dann nur noch mit Akkusativobjekt steht; etwa: „<b>auf</b> die Leiter steigen“ – „die Leiter <b>be</b>steigen“). Im Vergleich dazu ist dieses Muster bei Partikelverben auffällig selten, findet sich allerdings mit der Partikel <i>an</i>:<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>„<b>an</b> die Herdplatte fassen“ – „die Herdplatte <b>an</b>fassen“</li>
<li>„Der Hund pinkelt an den Baum“ – „Der Hund pinkelt den Baum an.“</li></ul>
<p>Im Fall von <a href="Postposition" title="Postposition">Postpositionen</a> (nachgestellten Präpositionen) können die beiden Konstruktionen überhaupt schwer zu unterscheiden sein:
</p>
<ul><li>„Der Park liegt der Kirche gegenüber.“</li></ul>
<dl><dd>1. [der Kirche gegenüber] liegen</dd>
<dd>2. der Kirche [gegenüberliegen]</dd></dl>
<p>Manche Partikeln bringen eine neue Ergänzung zum Prädikat ein, vor allem <i>ab</i>:<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>„(nach etwas) suchen“ – „<b>das Gelände</b> (danach) <b>ab</b>suchen“</li></ul>
<p>Typisch ist dies auch für resultative Adjektive, die in der deutschen Grammatik als Partikelverbbildungen analysiert werden können (aber stattdessen auch als syntaktische Kombinationen angesehen werden können;<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der englischen Grammatik wird jedoch zwischen Partikeln und resultativen Adjektiven unterschieden):
</p>
<ul><li>„boxen“ – „<b>den Freund frei</b>boxen“</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortstruktur_der_deutschen_Partikelverben">Wortstruktur der deutschen Partikelverben</h2></div>
<p>Die syntaktische Trennbarkeit zeigt bereits, dass die Verbindung der Partikel mit dem Verb charakteristisch locker ist. Aufgrund dessen ist es auch umstritten, ob zwei Partikeln bei einem Verb angefügt werden können, da die Wortstruktur und Betonungserfordernisse dann widersprüchlich werden könnten.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Siehe hierzu unter <a href="Pr%C3%A4fix-_und_Partikelverben_im_Deutschen#Verben_mit_zwei_Partikeln" title="Präfix- und Partikelverben im Deutschen">Präfix- und Partikelverben im Deutschen #Verben mit zwei Partikeln</a>.
</p><p>Die Lockerheit der Verbindung zeigt sich auch in anderer Weise in der Bildung der Flexionsformen („morphologische Trennbarkeit“). Die beiden Arten von Trennbarkeit decken sich allerdings nicht in allen Fällen (siehe hierzu die verschiedenen Sonderfälle, die im Artikel <a href="Pr%C3%A4fix-_und_Partikelverben_im_Deutschen" title="Präfix- und Partikelverben im Deutschen">Präfix- und Partikelverben im Deutschen</a> genannt sind).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildung_von_Flexionsformen">Bildung von Flexionsformen</h3></div>
<p>Neben der Trennung im Satz ist die auffälligste Eigenheit von Partikelverben, dass das <i>zu-</i> des Infinitivs erst nach der Partikel steht, hingegen vor Präfix und Verbstamm:
</p>
<ul><li><i>vor + stell-</i> → „vor<b>zu</b>stell<b>en</b>“</li>
<li><i>be-stell-</i> → „<b>zu</b> bestell<b>en</b>“</li>
<li><i>vor+be-stell-</i> → „vor<b>zu</b>bestell<b>en</b>“</li></ul>
<p>Das <i>zu</i> des Infinitivs wird gewöhnlich als <a href="Flexion" title="Flexion">Flexionsmerkmal</a> des Verbs aufgefasst, das durch einbettende Verben oder Konjunktionen gefordert werden kann<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (etwa „weil er [<b>zu</b> schlafen] <b>scheint</b>“ bzw. „<b>um</b> [<b>zu</b> schlafen]“). (Siehe allgemein unter <a href="Rektion#Statusrektion" title="Rektion">Rektion #Statusrektion</a>.)
</p><p>Es handelt sich also generell darum, dass nur der Teil des Verbs flektiert wird, der nach der Partikel steht. Auch die sogenannte Partizipform des Verbs ist in Konstruktionen wie dem Perfekt („ich habe <b>ge</b>schlaf<b>en</b>“) eine Variante einer <a href="Infinite_Verbform" title="Infinite Verbform">Infinitivform</a>, die vom Perfekt-Hilfsverb „haben“ verlangt wird. Die Partizipform wird im ersten folgenden Beispiel durch ein <a href="Zirkumfix" title="Zirkumfix">Zirkumfix</a> (umklammerndes Affix) <i>ge-...-t</i> gebildet, weil ein einfacher Verbstamm vorliegt, und im zweiten Beispiel nur von <i>...-t</i>, weil bereits das Präfix <i>be-</i> vorliegt, das mit dem Teil <i>ge-...</i> konkurriert:
</p>
<ul><li><i>stell-</i> → „<b>ge</b>stell<b>t</b>“</li>
<li><i>be-stell-</i> → „bestell<b>t</b>“</li></ul>
<p>Die Partikel steht einfach vor diesen Formen, ohne weitere Wechselwirkung:
</p>
<ul><li><i>auf + stell-</i> → „auf + <b>ge</b>stell<b>t</b>“</li>
<li><i>vor + bestell-</i> → „vor + bestell<b>t</b>“</li></ul>
<p>Ebenso verhält sich sogar die Substantivableitung mit <i>Ge-...-e</i>. Die Partikel steht außerhalb davon:
</p>
<ul><li><i>herum + renn-</i> → das Herum<b>ge</b>renn<b>e</b></li></ul>
<p>Analog erwartet man für die finiten Formen eine Gliederung, die dann auch die Voranstellbarkeit des engeren finiten Teils erklärt:<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>„dass du es aufstellst“ → auf+[stell-<b>st</b>]</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Frage_nach_dem_Wortbildungstyp">Die Frage nach dem Wortbildungstyp</h3></div>
<p>Die Trennung zwischen Partikel und Verbstamm im Satz und zusätzlich in der Wortstruktur ist eine Herausforderung für die grammatische Analyse, die zu verschiedenartigen Erklärungsversuchen geführt hat:
</p>
<dl><dt>Möglichkeit 1 – Syntaktische Konstruktion</dt></dl>
<p>Es könnte sein, dass Partikel und Verb gar kein Fall von Wortbildung, sondern einfach zwei getrennte Satzteile sind, also dass es sich bei Partikelverben um eine syntaktische Konstruktion handelt, auch in Kontaktstellung am Satzende (wenngleich die deutsche Rechtschreibung Zusammenschreibung in einem orthographischen Wort vorsieht).
</p><p>Zumindest für Partikeln mit modifizierender Funktion wie „vor“ im Sinne von „vorweg, vorbereitend“, z.&nbsp;B. „den Ofen vorheizen“ oder „los“ wie in „losrennen“ kann eine Analyse als syntaktische Verbindung zunächst als unplausibel empfunden werden.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere fällt „losrennen“ in den Bereich der <a href="Aktionsart" title="Aktionsart">Aktionsart</a>, die als Angelegenheit der Wortbedeutung gesehen wird. Bei Partikeln, die mehr mit der Funktion von Präpositionen oder gar Adjektiven übereinstimmen, kann dies anders beurteilt werden; hier wurde auch schon vermutet, dass Partikeln sogar größere syntaktische Einheiten mit eigenen Ergänzungen bilden können.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die Vorfeldstellung von Partikeln scheint für eine syntaktische Verbindung zu sprechen. Das Phänomen der Wortbildung aus Partikelverben (z.&nbsp;B. „Umleitung“) erfordert dann jedoch Zusatzannahmen, eventuell die Annahme, dass verschiedene Typen von Partikelverbbildungen möglich sind, also dass sie stets zwischen einer syntaktischen und einer morphologischen Bildungsweise wechseln können.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dt>Möglichkeit 2 – Komposita</dt></dl>
<p>Der Aufbau eines deutschen Partikelverbs ähnelt einem <a href="Komposition_(Grammatik)" title="Komposition (Grammatik)">Kompositum</a> (Wortzusammensetzung). Da Präposition eine eigenständige Wortart ist, zählen Verbindungen mit Präpositionen als erstem Teil tatsächlich sonst als Komposita, nicht als <a href="Pr%C3%A4fix" title="Präfix">Präfigierung</a>, etwa in den Substantivkomposita: „Fürwort“, „Ausweg“, „Gegenlicht“, „Vorgarten“.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einzuwenden ist, dass diese Einstufung nicht wirklich erklärt, wieso die Bildungen dann syntaktisch trennbar sind.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es muss also hierfür ein besonderer Typ von trennbarem Kompositum gefordert werden, der als <b>Distanzkompositum</b> (in einem weiten Sinn) bezeichnet worden ist.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein Problem ist dann wiederum, dass in anderen Arten von Bildungen, die sich von Partikelverben unterscheiden, eine genauere Entsprechung zu einer Komposition bei Verben gesehen wurde. Tatsächlich wird auch der Begriff „Distanzkompositum“ oft enger verwendet, und nur auf Bildungen bezogen wie z.&nbsp;B. „radfahren, kennenlernen, sitzenbleiben, achtgeben, festhalten“ – dies sind ehemalige syntaktische Verbindungen, wo Verben mit einem benachbarten Wort „zusammengewachsen“ (<a href="Univerbierung" class="mw-redirect" title="Univerbierung">univerbiert</a>) sind. Dies ist ein gradueller, individueller Prozess, anders als die vollkommen produktiven Partikel-Verb-Kombinationen.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Distanzkomposita im engen Sinn stehen nochmals anderen Bildungen gegenüber, die (im Gegensatz zu „kennenlernen“) einen reinen Verbstamm als Erstglied aufweisen: „drehbohren, rührbraten“ und andere. In einigen Handbüchern werden ausdrücklich nur diese letzteren als verbale Komposita anerkannt<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – und diese sind nun nicht syntaktisch trennbar.
</p>
<dl><dt>Möglichkeit 3 – Partikelverbbildung als Verfahren eigener Art</dt></dl>
<p>Diese Lösung wird von verschiedenen Quellen in unterschiedlicher Perspektive bevorzugt.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von einer morphologischen Einteilung herkommend, klassifiziert <a href="#Eisenberg">Eisenberg (2020)</a><sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verbalpartikeln zwar als Affixe, aber als Typ, der innerhalb dieser Klasse eigenständig neben Präfixen (und Suffixen) steht.
</p><p>Von einer syntaktischen Einteilung her kommend, ist auch vorgeschlagen worden, einen besonderen Typ der syntaktischen Verbindung zu definieren, der so eng ist, dass sich in ihm Wortstruktur und Satzstruktur überlagern können.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In diesem Zusammenhang ist auch eine Analogie zu den Mechanismen gesehen worden, die in anderen Fällen zum sogenannten zusammengesetzten Prädikat des Deutschen führen.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In dieser Sicht kann eine Partikel ein syntaktisches Objekt sein, ohne eine ganze syntaktische <a href="Phrase_(Linguistik)" title="Phrase (Linguistik)">Phrase</a> sein zu müssen.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Partikelverben_im_Sprachvergleich">Partikelverben im Sprachvergleich</h2></div>
<p>Die <a href="Germanische_Sprachen" title="Germanische Sprachen">germanischen Sprachen</a> zeigen durchweg Partikelverb-Phänomene, allerdings mit grammatischen Unterschieden. Diese werden im Folgenden genauer dargestellt.
</p><p>Eine weitere Sprache mit Partikelverben ist das <a href="Ungarische_Sprache" title="Ungarische Sprache">Ungarische</a>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Richtungsparameter">Richtungsparameter</h3></div>
<p>Ein wesentlicher Unterschied kommt durch die Eigenschaft der <i>Rektionsrichtung</i> zustande: In den <a href="Westgermanische_Sprachen" title="Westgermanische Sprachen">kontinental-westgermanischen Sprachen</a> (z.&nbsp;B. Deutsch, <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">Niederländisch</a>) stehen die Objekte vor dem Verb (Grundwortstellung <a href="Subjekt-Objekt-Verb" title="Subjekt-Objekt-Verb">Subjekt-Objekt-Verb</a>), in den <a href="Nordgermanische_Sprachen" title="Nordgermanische Sprachen">nordgermanischen Sprachen</a> und dem <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">Englischen</a> nach dem Verb (<a href="Subjekt-Verb-Objekt" title="Subjekt-Verb-Objekt">Subjekt-Verb-Objekt</a>). Dies wird auch als der <a href="VO-Sprache" class="mw-redirect" title="VO-Sprache">VO/OV-Parameter</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Alle germanischen Sprachen besitzen nun Verbalpartikeln, aber sie befinden sich jeweils auf unterschiedlichen Seiten des Verbs, nämlich immer auf derselben Seite wie auch das Objekt:<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Niederländisch und Deutsch:
</p>
<ul><li>Zij probeerde haar moeder <i>op te bellen.</i></li>
<li>Sie versuchte ihre Mutter <i>an-zu-rufen.</i></li></ul>
<p>Englisch und Norwegisch:
</p>
<ul><li>John <i>kicked out</i> the dog.</li>
<li>John <i>sparka ut</i> hunden.</li></ul>
<p>Die Reihenfolge im Englischen ist bemerkenswert, weil sonst kein Material zwischen Verb und direktem Objekt stehen darf. Dieser Kontrast zeigt, dass die Partikel – wie im Deutschen – als Teil des Verbs aufzufassen ist, denn gleichartige Reihungen sind nicht möglich mit Richtungadverbialen, die als echter Satzteil zählen statt als Verbalpartikel:<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>to <i>push out</i> the box / to <i>push away</i> the box</li>
<li>nicht:&nbsp;?? to <i>push</i> inside the box /&nbsp;?? to<i> push</i> upwards the box.</li></ul>
<p>Das Niederländische unterscheidet sich vom Deutschen nur in Einzelheiten, vor allem können zwischen einem Verb und seiner Partikel andere Teile des zusammengesetzten Prädikats erscheinen (wobei außerdem die Reihenfolge der Verben anders ist als im Deutschen):<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>dat Jan het meisje wil <i>opbellen</i></li></ul>
<p>– oder:
</p>
<ul><li>dat Jan het meisje <i>op</i> wil <i>bellen</i></li></ul>
<dl><dd>(dass Jan das Mädchen <i>an</i> will <i>rufen</i>)</dd></dl>
<p>In den germanischen SVO-Sprachen ist oft eine getrennte Stellung der Partikel in der anderen Richtung möglich, also nach dem Objekt („particle shift“):<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Englisch:
</p>
<ul><li>John <i>kicked out</i> the dog / <i>kicked</i> the dog <i>out</i></li></ul>
<p>Norwegisch:
</p>
<ul><li>John <i>sparka ut</i> hunden / <i>sparka</i> hunden <i>ut</i></li></ul>
<p>Eine Ausnahme ist das Schwedische, wo die Partikel nicht nach dem Objekt stehen kann:<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Simon <i>kastade ut</i> soporna.</li></ul>
<dl><dd>(Simon warf hinaus den-Müll)</dd>
<dd>?? Simon kastade soporna ut</dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verb-Zweit-Sätze_in_skandinavischen_Sprachen"><span id="Verb-Zweit-S.C3.A4tze_in_skandinavischen_Sprachen"></span>Verb-Zweit-Sätze in skandinavischen Sprachen</h3></div>
<p>Eine andere Unterscheidung innerhalb der germanischen Sprachen betrifft die Verbzweit-Stellung: Hier verhalten sich fast alle anderen Sprachen so wie das Deutsche und haben im Hauptsatz das Verb in der Zweitposition – die Ausnahme ohne Verbzweitstellung ist nur das Englische. Diese Unterscheidung läuft also quer zum VO/OV-Unterschied: Es gibt OV-Verbzweitsprachen wie Deutsch oder Niederländisch und auch VO-Verbzweitsprachen wie Norwegisch, Schwedisch, Isländisch (siehe <a href="V2-Stellung#Unterschiede_in_der_Basis_für_die_V2-Stellung" title="V2-Stellung">V2-Stellung #Unterschiede in der Basis für die V2-Stellung</a>).
</p><p>Der Verbzweitsatz ist im Deutschen die Satzform, die die Trennung von Verb und Partikel erzwingt; ganz genauso ist es in den nordgermanischen Sprachen, es ist nur dort weniger leicht sichtbar. Man benötigt hier Beispielsätze mit Adverbial im Vorfeld und dem Subjekt im Satzinneren – erst dann wird klar, dass Verb und Partikel in Wirklichkeit getrennt stehen und dass die Partikel nicht mit dem Verb in der Verbzweit-Position zusammensteht. Vergleiche:<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dt>Deutsch</dt>
<dd></dd></dl>
<p>SOV-Basis; Partikel stets in der rechten Klammer:
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left:1em; padding:1em; text-align: left" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld (Subj., Obj.)</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer
</th></tr>
<tr>
<td>Gestern</td>
<td><i>schickte<sub>1</sub></i></td>
<td>er das Geld</td>
<td><i>ab</i> --<sub>1</sub></td>
<td>
</td></tr></tbody></table>
<dl><dt>Isländisch</dt>
<dd></dd></dl>
<p>„Gestern überwiesen sie das Geld“; Verbzweit-Hauptsatz mit SVO-Basis: Partikel bleibt im Satzinneren.
</p>
<table class="hintergrundfarbe1" style="margin-left:1em; padding:1em; text-align: left" cellpadding="1" cellspacing="10">
<tbody><tr>
<th style="border-bottom:thin solid">Vorfeld</th>
<th style="border-bottom:thin solid">linke Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld:Subjekt</th>
<th style="border-bottom:thin solid">rechte Klammer</th>
<th style="border-bottom:thin solid">Mittelfeld: Objekt
</th></tr>
<tr>
<td>Í gær</td>
<td><i>sendu<sub>1</sub></i></td>
<td>þeir</td>
<td><i>--<sub>1</sub> upp</i></td>
<td>peningana
</td></tr>
<tr>
<td>(Gestern</td>
<td><i>sandten</i></td>
<td>sie</td>
<td>hinauf</td>
<td>das-Geld)
</td></tr></tbody></table>
<p>Jedoch kann die Partikel nicht vor dem Subjekt erscheinen, denn dies wäre die V2-Position des Verbs:
</p>
<ul><li>?? Í gær <i>sendu</i> <b>upp</b> þeir peningana.</li></ul>
<p>Diese Trennung im Verbzweit-Satz gilt auch für das Schwedische, obwohl dort im Satzinneren keine Trennung zwischen Verb und Partikel möglich ist:<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Då <i>sparkade</i> han <i>bort</i> bollen.</li></ul>
<dl><dd>(Dann <i>trat</i> er <i>weg</i> den-Ball)</dd></dl>
<p>Würde in dem obigen isländischen Beispiel das Subjekt im Vorfeld stehen, wäre der Fall nicht eindeutig („þeir <i>sendu upp</i> peningana í gær“). Wenn also in den Beispielen des vorigen Abschnitts die norwegischen und schwedischen Beispiele genauso aussahen wie die Englischen, dann täuschte hier die Oberflächenfolge: Im englischen SVO-Satz „He kicked out the dog“ bildeten Verb und Partikel in Kontaktstellung ein einziges zusammengesetztes „V“, das norwegische „John sparka ut hunden“ muss als Hauptsatz aber ein Verbzweit-Satz sein, also stand das Subjekt im Vorfeld, das Verb „sparka“ in der linken Klammer und „ut“ im Satzinneren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Partikelverb" class="extiw external" title="wikt:Partikelverb">Wiktionary: Partikelverb</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><span id="Dehe"></span> Nicole Dehé: <i>Particle verbs in Germanic.</i> In: Peter O. Müller, Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer (Hrsg.): <i>Word-Formation. An International Handbook of the Languages of Europe</i> (=&nbsp;<i>HSK,</i> 40 (5 Bände)). Walter de Gruyter, Berlin 2015. Band 1, ISBN 978-3-11-024624-7, Artikel 35, S.&nbsp;611–626.</li>
<li><span id="Duden"></span><i>Duden. Die Grammatik</i> (= <i>Der Duden,</i> 4). 8. Auflage. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2009, ISBN 978-3-411-04048-3.</li>
<li><span id="Eisenberg"></span> <a href="Peter_Eisenberg_(Linguist)" title="Peter Eisenberg (Linguist)">Peter Eisenberg</a>: <i>Grundriss der deutschen Grammatik. Das Wort.</i> 5. Auflage. J.B. Metzler / Springer, Berlin 2020. ISBN 978-3-476-05095-3, elektronische Version: <a href="https://doi.org/10.1007/978-3-476-05096-0" class="extiw external" title="doi:10.1007/978-3-476-05096-0">doi:10.1007/978-3-476-05096-0</a>.</li>
<li><span id="Fleiba"></span> <a href="Wolfgang_Fleischer_(Germanist)" title="Wolfgang Fleischer (Germanist)">Wolfgang Fleischer</a>, Irmhild Barz: <i>Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache.</i> 4. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025663-5.</li>
<li><span id="Haider"></span> <a href="Hubert_Haider_(Linguist)" title="Hubert Haider (Linguist)">Hubert Haider</a>: <i>The Syntax of German.</i> Cambridge University Press, Cambridge (UK), 2010. ISBN 978-0-521-86525-8.</li>
<li><span id="Mann"></span> Michael Mann: <i>Trennbares Verb.</i> In: Stefan Schierholz, Pál Uzonyi (Hrsg.): <i>Grammatik: Formenlehre.</i> (= <i>Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft</i> (WSK), 1.1). Walter de Gruyter, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-018472-3. S.&nbsp;739–740.</li>
<li><span id="Mcint"></span> Andrew McIntyre: <i>Particle Verb Formation.</i> In: Peter O. Müller, Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer (Hrsg.): <i>Word-Formation. An International Handbook of the Languages of Europe</i> (=&nbsp;<i>HSK,</i> 40 (5 Bände)). Walter de Gruyter, Berlin 2015. Band 1, ISBN 978-3-11-024624-7, Artikel 23, S.&nbsp;434–449.</li>
<li><span id="Motsch"></span> Wolfgang Motsch: <i>Deutsche Wortbildung in Grundzügen.</i> 2. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-018024-3.</li>
<li><span id="M.C3.BCller"></span><span id="Müller"></span> <a href="Stefan_M%C3%BCller_(Sprachwissenschaftler)" title="Stefan Müller (Sprachwissenschaftler)">Stefan Müller</a>: <i>Solving the bracketing paradox: An analysis of the morphology of German particle verbs.</i> In: <i>Journal of Linguistics</i> 39 (2003), S.&nbsp;275–325. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://citeseerx.ist.psu.edu/document?repid=rep1&amp;type=pdf&amp;doi=899870693ab800878b9b82d847f5209e959f7578">Manuskriptversion online</a>.</li>
<li><span id="Sternefeld"></span> <a href="Wolfgang_Sternefeld" title="Wolfgang Sternefeld">Wolfgang Sternefeld</a>: <i>Syntax. Eine merkmalsbasierte generative Beschreibung des Deutschen.</i> 3. Auflage. Stauffenburg Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-86057-176-7.</li>
<li><span id="Stiebels"></span> Barbara Stiebels: <i>Lexikalische Argumente und Adjunkte. Zum semantischen Beitrag von verbalen Präfixen und Partikeln.</i> Akademie Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-05-002910-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Synonym laut: Andrew McIntyre: <i>Phrasales Verb.</i> In: Peter O. Müller, Susan Olsen (Hrsg.): <i>Wortbildung.</i> (=&nbsp;Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft (WSK), 2.2). Walter de Gruyter, Berlin 2022, e-ISBN 978-3-11-070899-8, S.&nbsp;548.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Übereinstimmend <a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;611ff.; <a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;435.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Fleiba">Fleischer &amp; Barz (2012)</a>, Kapitel 5.3.1, S.&nbsp;396ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;435, 442.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Duden">Dudengrammatik (2009)</a>, Randnr. 1062 / s.&nbsp;697.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Motsch">Motsch (2004)</a>, S.&nbsp;46.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Fleiba">Fleischer &amp; Barz (2012)</a>, Kap. 5.3.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Eisenberg">Eisenberg (2020)</a>, S.&nbsp;277. Nicht aufgeführt werden sie in der <a href="#Duden">Dudengrammatik (2009)</a>, Randnr. 1067.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Duden">Dudengrammatik (2009)</a>, Randnr. 1067 / S.&nbsp;700.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Fleiba">Fleischer &amp; Barz (2012)</a>, S.&nbsp;427.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Das dritte der folgenden Beispiele aus <a href="#Müller">Müller (2003)</a>, S.&nbsp;11 der Manuskriptversion. Dort wird auch vermerkt, dass die Existenz solcher Konstruktionen oft bestritten werde, das Beispiel ist aber aus einem Zeitungstext belegt. – Die Variante des vierten Beispiels wurde ergänzt nach <a rel="nofollow" class="external text" href="https://obertrubach.de/wp-content/uploads/2020/12/Hzw._Chronik.pdf">einem Internetbeleg</a> (S.&nbsp;5), abgerufen am 16. Mai 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Haider">Haider (2010)</a>, S.&nbsp;16, Beispiel (8d) vs. (8b).</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Müller">Müller (2003)</a>, Ms. S.&nbsp;14f. Laut Quellenangabe dort stammt das erste Beispiel, auf das zuerst G. Grewendorf hinwies, aus dem Gedicht <i>Erinnerung</i> in <i>Gedichte</i> [Ausgabe 1841], Eichendorff-W. Vol. 1, p. 77. – Das zweite Beispiel aus dem Thüringischen gehe letztlich zurück auf eine Arbeit von Sperschneider (1959) (siehe auch im Literaturverzeichnis des Artikels <a href="Itzgr%C3%BCndisch" title="Itzgründisch">Itzgründisch</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;439, englische Beispiele (7)</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;438, hier teilw. nach englischen Beispielen ins Deutsche übertragen</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Stiebels">Stiebels (1996)</a>, S.&nbsp;105 unter dem Stichwort „Präpositionsinkorporation“, von dort leicht abgewandelt auch die folgenden Beispiele.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Stiebels">Stiebels (1996)</a>, S.&nbsp;139f.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Duden">Dudengrammatik (2009)</a>, Randnr. 1075 / S.&nbsp;704: „...stehen solche resultativen Partikelverben neben gleichlautenden syntaktischen Fügungen“.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Beispielsweise die <a href="#Duden">Dudengrammatik (2009)</a>, S.&nbsp;697, möchte Doppelpartikelverben ausschließen</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Sternefeld">Sternefeld (2008)</a>, S.&nbsp;197f.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Müller">Müller (2003)</a>, Ms.-Version S.&nbsp;2f.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Ebenso <a href="#Sternefeld">Sternefeld (2008)</a>, S.&nbsp;105. Siehe dort auch S.&nbsp;101ff. zur „Kopfflexion“, also der Hypothese, dass bereits gewöhnliche Komposita eine solche Strukturierung erfordern.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;438, zu seinem Bsp. (12).</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurz erwähnt in <a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;622 („small clause analysis“)</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">So <a href="#Sternefeld">Sternefeld (2008)</a>, S.&nbsp;331f.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Fleiba">Fleischer &amp; Barz (2012)</a>, S.&nbsp;167ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;445.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Helmut Glück, Michael Rödel (Hrsg.): <i>Metzler Lexikon Sprache.</i> 5. Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-02641-5. Lemma: „Partikelverb“ S.&nbsp;499.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Elke Ronneberger-Siebold: <i>Deutsch.</i> In: Geert Booij, Christian Lehmann, Joachim Mugdan (Hrsg.): <i>Morphologie / Morphology. Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung / An International Handbook on Inflection and Word-Formation.</i> 2&nbsp;Bände. Walter de Gruyter, Berlin 2000, ISBN 3-11-011128-4, Band 2, Abschnitt XVI – Systeme morphologischer Struktur: Sprachskizzen, S.&nbsp;1267–1285. Hier: S.&nbsp;1277.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Fleiba">Fleischer &amp; Barz (2012)</a>, S,&nbsp;374: „Verbale Komposita sind untrennbar; sie bestehen aus Verbstamm und Infinitiv (<i>ziehschleifen, grinskeuchen</i>). Grundsätzlich können nicht mehr als zwei Verbstämme miteinander kombiniert werden.“</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Ebenso <a href="#Motsch">Motsch (2004)</a>, S.&nbsp;48ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Als Resümee auch in <a href="#Mann">Mann (2022)</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text"> S.&nbsp;278f.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe die Kurzzusammenfassung zweier solcher Modelle in Christian Fortmann: <i>Verbal pseudo-compounds in German.</i> In: Peter O. Müller, Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer (Hrsg.): <i>Word-Formation. An International Handbook of the Languages of Europe.</i> Walter de Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-024624-7, Band 1, Artikel 34, S.&nbsp;594–610. Hier: S.&nbsp;598 sowie S.&nbsp;600.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Müller">Müller (2003)</a>, Abschnitt 3 und 4.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. die Darstellung des basisgenerierten Verbclusters in <a href="#Haider">Haider (2010)</a>, S.&nbsp;335ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Mária Ladányi: <i>Particle Verbs in Hungarian.</i> In: Peter O. Müller, Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer (Hrsg.): <i>Word-Formation. An International Handbook of the Languages of Europe</i> (5 Bände). Walter de Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-024624-7, Band 1, Artikel 37, S.&nbsp;660–672.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Ausführlich zu diesem Kontrast in den germanischen Sprachen: <a href="#Haider">Haider (2010)</a>, Kapitel 1.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Die folgenden Beispiele von <a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;615 sowie 618.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Mcint">McIntyre (2015)</a>, S.&nbsp;435.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;616.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Beispiele <a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;618.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;621.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Isländische Beispiele im Folgenden aus <a href="#Dehe">Dehé (2015)</a>, S.&nbsp;620.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">„As Swedish is verb-second, lexical material can be inserted between the verb and the particle, although the particle always immediately precedes the object.“ Zitat und Beispiel aus: Ida Toivonen: <i>Non-Projecting Words. A Case Study of Swedish Particles.</i> Springer, Dordrecht 2003, ISBN 978-1-4020-1532-8, S.&nbsp;34f. – In Dehé (2015) nicht eindeutig.</span>
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